Unser neuer Küchenchef Gernot Bischofberger

Gernot Bischofberger ist echter Vorarlberger. Aufgewachsen im Bregenzerwald, kann man sein Engagement im Thurnher’s Alpenhof durchaus als Heimspiel bezeichnen. Ab der kommenden Wintersaison leitet er unsere Küche, und da wollten wir ihm natürlich ein paar Fragen stellen.

Worauf dürfen sich die Gourmet-Gäste in Thurnher’s Alpenhof künftig freuen?

Auf eine kulinarische Reise von den Alpen bis zum Atlantik.

Was heißt das konkret?

Zum einen versuchen wir die schöne Küchentradition unserer Region zu bewahren. Vor allem im Winter spricht ja nichts gegen deftige Speisen, etwa mit würzigem Bergkäse – sei es Kässpätzle oder Käsdönnala. Auch Knödel haben bei uns eine lange Tradition. Neben solchen Gerichten, wird’s viele Kreationen der gehobenen französischen Küche geben. Eben ein guter Mix aus bodenständiger Alpenküche und klassischer Haute Cuisine, immer mit einem gewissen Twist, den wir Köche gerne noch hinzugeben.

Welche deiner bisherigen Stationen als Koch würdest du sagen, haben deinen eigenen Küchenstil am meisten geprägt?

Das war zum einen Richard Hessl in meiner Zeit im La Terrasse Schloss Seefels am Wörthersee. Wie kaum einer beherrscht er die Kunst, heimische Produkte kreativ mit Elementen der französischen Gourmet-Küche zu verbinden. Nicht ohne Grund wird Richard Hessls Küche seit 2001 zwei Hauben ausgezeichnet.

Zum anderen hat mich Christoph Zangerl sehr geprägt, als ich im Burghotel gekocht habe. Sein etwas unorthodoxer Küchenstil, seine Leidenschaft fürs Gastgeben und seine Art nicht nur Menüs, sondern wahre Erlebnisse zu kreieren – das war schon sehr inspirierend.

Würdest du die beiden somit als deine kulinarischen Vorbilder bezeichnen?

Ja, auch! Wie gesagt, sie haben mich sehr geprägt, und ohne Sie wäre ich heute sicher nicht der Koch, der ich bin. Was den Küchenstil angeht, würde ich aber eher Dieter Koschina oder Daniel Humm als meine Vorbilder bezeichnen. Vielleicht weil beide ihre alpenländischen Wurzeln noch mehr mit internationalen Akzenten anreichern. Dieter Koschina kocht heute zum Beispiel in Portugal, Daniel Humm in New York. Mein allergrößtes Vorbild ist und bleibt aber meine Oma. Kein Sternekoch der Welt macht bessere Kässpätzle :-)

Dokumentationen über Köche sind die letzten Jahre immer beliebter geworden. Was wäre das Leitthema der Chef’s Table Folge über dich?

 "Es geht auch ohne Rücken und Filet"

Warum?

Rücken und Filet sind Premium-Teile vom Tier und dementsprechend wurden Gerichte oder ganze Menüs Jahrzehnte lang darauf basierend abgestimmt. Allmählich löst man sich aber auch in der gehobenen Küche von dieser Unart. Ich bin der Meinung, dass jedes Teil vom Tier eine Delikatesse sein kann, wenn man denn weiß, wie man es zubereitet. Das ist nicht nur respektvoll dem Tier gegenüber, sondern eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Wenn ich jede Zutat verwenden kann, bin ich viel freier und kreativer als Koch. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zum Beispiel ein Gericht mit getrocknetem Fischbauchlappen zubereitet. Das kam, trotz anfänglicher Skepsis, bei den Gästen sehr gut an.

Wie spannend! Wo wir gerade von Kreativität sprechen… Wieviel Prozent eurer Zeit fließt tatsächlich in den kreativen Teil eines Gerichts und was ist harte Arbeit?

Der kreative Teil bei der Zubereitung der Speisen kann meiner Meinung nach grundsätzlich nicht in Prozent bemessen werden. Kochen ist für mich ein Handwerk, welches Disziplin, Genauigkeit, Zeit und Phantasie erfordert – jedes Gericht ist individuell und anders.

Wie bist du eigentlich zum Kochen gekommen? Kindheitstraum, plötzliche Leidenschaft, Zufall?

Kochen hat mich immer schon fasziniert und interessiert. Der Job ist sehr abwechslungsreich, kreativ, fordernd – das ist genau "Meins".

Letzte Frage: Was kochst du am liebsten?

Fisch und Meeresfrüchte – mein persönlicher Favorit: Paella

Wir hätten jetzt auf die Kässpätzle von deiner Oma getippt :-) Vielen Dank, für deine Zeit, lieber Gernot! Damit lassen wir dich weiter an den Kreationen für den Winter feilen.

Es war mir eine Freude! Ich hoffe, dass ich einige der Leser bald persönlich in Thurnher’s Restaurant begrüßen darf. 

Kulinarik

Bergsteigerische Fähigkeiten sind nicht vonnöten, um bei einem Candle-Light-Dinner in unserem Restaurant Halt zu machen, eine heiße Schokolade in unserer Kaminlounge zu genießen oder sich in unserer Piano-Bar einen Cocktail zu gönnen.

Zimmer & Suiten

Vielfalt statt Einfalt! Unsere Zimmer und Suiten sind so einzigartig wie unsere Gäste. Allen gemeinsam ist die besondere Liebe zum Detail, ein klassisches Ambiente sowie ein Höchstmaß an Komfort.

Kontakt & Buchung

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